Zum fünften Mal und damit einer guten Tradition folgend, veranstaltete die Gütegemeinschaft ihre Fortbildungsseminare. Aufgrund der hohen Teilnehmermeldungen von 150 Fachleuten aus der Bauindustrie und den Straßenbauverwaltungen fanden die diesjährigen Termine am 9./10.02. und 18./19.02.2010 wieder im Haus der Zementindustrie in Düsseldorf statt. Die Veranstaltung wird durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt.
Schwerpunktmäßig wurde das künftige Regelwerk, hier: TL/ZTV/TP Fug-StB, Rechnerische Dimensionierung von Betonfahrbahnen, ZTV BEB-StB vorgestellt und diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf sehr praktischen Themen wie der Bericht über aktuelle Erkenntnisse zur Waschbetonbauweise in Österreich, Wirksamkeit von Oberflächenverzögerer und Nachbehandlungsmittel, Betonzusatzmittel für den Straßenbau und Erfahrungsbericht über die Verwendung von CEM II/CEM III-Zementen. Beeindruckend waren auch die Vorträge über die Festlegungen zur Erneuerung/Instandsetzung der Betonfahrbahn im Zuge der BAB A7, der Baustellenbericht zum Flughafen Berlin-Schönefeld mit seinen enormen logistischen Herausforderungen, und die Anforderungen an ein PPP-Projekt am Beispiel der BAB A1 Bremen-Hamburg. Dass Betonfahrbahnen jahrzehntelang ihre Funktion erfüllen, zeigte das Beispiel der BAB A11.
Innovative Themen wie der Bericht über neue Bauweisen und Oberflächentexturen an der Erschließungsstrecke Geseke, die Anwendung von Schnellbeton im Verkehrswegebau und Anforderungen an eine modifizierte Tragschicht ohne Bindemittel unter Betonfahrbahnen wurden mit Blick auf künftige Entwicklungstendenzen vorgetragen.
Hinsichtlich Qualitätssicherung von Betonfahrbahnen wurde der Umfang und Aufwand zur Erstellung einer Erstprüfung sehr anschaulich dargestellt. Ein Vortrag über die Entwicklung von Betonfestigkeiten rundete diesen Block ab.
Der Bericht über die Studie Ökobilanz einer Betonfahrbahndecke zeigt auf, dass es auch für die Betonbauweise, wie für alle anderen, noch Verbesserungspotential in den Prozessabläufen gibt.
Allen Referenten möchte die Gütegemeinschaft hier noch einmal für ihre engagierten, anschaulichen Vorträge danken. Was wäre eine Veranstaltung ohne einen Erfahrungsaustausch der Teilnehmer und Referenten untereinander? Um dies sicherzustellen gab es zwischen den Vortragsblöcken genügend Pausen. Der gemeinsame Abend in einer Düsseldorfer Traditionsgaststätte am Ende des ersten Fortbildungstages gab den lockeren Rahmen für weiter fachliche Gespräche.
Der Erfolg der Weiterbildungsveranstaltung ist die Verpflichtung der Geschäftsführung der GVB, diese Veranstaltung auch im Jahr 2011 fortzusetzen.